Er ist am Überlegen.

trnbg

Member
Germany, German
"Er ist am Überlegen", oder "Ich bin am Arbeiten" -

Diese Konstruktion ist doch in der Umgangssprache üblich, um auszudrücken, was jemand gerade im Moment tut.

Meine Frage: Ist sie mittlerweile auch im Schrift-Deutsch korrekt und zulässig? Vor 30 Jahren war sie es noch nicht, aber das kann sich ja inzwischen geändert haben.
 
  • Suilan

    Senior Member
    Germany (NRW)
    Nein. Diese Konstruktion ist Umgangssprache. Wenn es nicht gerade darum geht, Dialog wiederzugeben, wird sie schriftsprachlich nicht akzeptiert. Man kann stattdessen leicht "beim" benutzen.

    Ich bin noch beim Arbeiten/Überlegen.

    (vgl. Duden #9, Richtiges und gutes Deutsch, 2001)
     
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    Robocop

    Senior Member
    (Swiss) German
    Man kann stattdessen leicht "beim" benutzen.

    Ich bin noch beim Arbeiten/Überlegen.

    (vgl. Duden #9, Richtiges und Gutes (gutes?) Deutsch, 2001)
    Also das erstaunt mich ja nun auch: Richtig meinetwegen, aber gut?! Nee, da würde ich doch lieber "ich bin noch an der Arbeit/ich arbeite noch bzw. ich überlege gerade noch" sagen.
     

    Suilan

    Senior Member
    Germany (NRW)
    Da sieht man mal wieder, wie hohl manche "Regeln" sind...

    Also das erstaunt mich ja nun auch: Richtig meinetwegen, aber gut?! Nee, da würde ich doch lieber "ich bin noch an der Arbeit/ich arbeite noch bzw. ich überlege gerade noch" sagen.

    Duden stellt keine Regeln auf, sondern versucht festzuhalten, was von der Mehrheit der Sprecher als standardsprachlich angesehen wird. Es wird immer Leute geben, die mit manchen dieser Schlussfolgerungen nicht übereinstimmen. Ich verstehe nicht, warum hier jeder sofort auf den Duden einprügelt. Das Werk ist als Hilfestellung gedacht für solche Leute, die aus bestimmtem Anlass Wert darauf legen, sich möglichst einwandfrei auszudrücken, z.B. in Bewerbungsbriefen, als Schriftsteller/Übersetzer, in Diplom-, Doktorarbeiten, ... Wo kommt das Feindbild "Duden" eigentlich her?
     
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