Genießen and accusative object.

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valdur

Senior Member
English
Hi guys!

So I have a quick question, why if we say something like "Er genießt einen guten Ruf", would we then say "Er genießt Weltruf"? Why does this not come with a definite or an indefinite article before it?

Also, what do we say in the case of Vorfahrt? Ich genieße die Vorfahrt? or just Ich genieße Vorfahrt?

Lastly, what about the idiom: Narrenfreiheit genießen? Is it " Wir genießen die Narrenfreiheit ", or just " Wir genießen Narrenfreiheit?

This would not be so confusing, were it not for phrases like: "Er genießt einen guten Ruf" or "die Freiheit genießen, etw. zu tun" which make use of an indefinite article in the first example, and a definite article in the second.

Thanks!
 
  • Kajjo

    Senior Member
    General statements without any concrete situation:

    Er genießt Weltruf.
    Er genießt Narrenfreiheit.
    Er genießt kaltes Wetter.


    But, specific statements with regards to a before-mentioned issue:

    Er genießt jetzt den Weltruf, den er sich so schwer erarbeitet hat.
    Er genießt die Narrenfreiheit, die sein ruinierter Ruf mit sich bringt.
    Er genießt das kalte Wetter, unter dem die anderen seit Tage leiden.

    But I agree that choosing no article, an indefinite article or definite article has a lot to do with native feeling and not just with solid rules. Fixed expressions and idioms sometimes exhibit exceptions, some words switch between countable and uncountable depending on context, some article usage is dependent on stress, intonation or rhetorics and so on. It's a difficult and complex issue.
     

    berndf

    Moderator
    German (Germany)
    This would not be so confusing, were it not for phrases like: "Er genießt einen guten Ruf" or "die Freiheit genießen, etw. zu tun" which make use of an indefinite article in the first example, and a definite article in the second.
    1. In both cases it isn't about guten Ruf in general or Freiheit in general but about a certain type of guten Ruf and a certain type of Freiheit. In both sentences, this is expressed by the presence of an article.

    2. In the second sentence, the type of Freiheit is defined by etwas zu tun and therefore takes the definite article.

    3. In the first sentence, the type of guten Ruf remains unspecified and therefore takes the indefinite article.
     

    Hutschi

    Senior Member
    In cases of 3 (Narrenfreiheit)
    "Wir genießen=haben Narrenfreiheit."="Wir dürfen tun, was wir wollen." = We can do, what we want.
    "Wir genießen die Narrenfreiheit."="Wir genießen es, tun zu dürfen, was wir wollen." =We like it to can do what we want to do.

    Die beiden "Genießen" unterscheiden sich deutlich. Das erste heißt: "Wir haben Narrenfreiheit."
    Nur das zweite bedeutet "genießen" im Sinne des Schätzenswerten und des Genussvollen.

    You see the different meanings: we have the freedom of fools vs. we enjoy that we have the freedom of fools.
     
    Last edited:

    JClaudeK

    Senior Member
    Français France, Deutsch (SW-Dtl.)
    3. In the first sentence, the type of guten Ruf remains unspecified and therefore takes the indefinite article.
    In my opinion, "Ruf" is defined by "guten".
    Was für einen/ Welchen Ruf genießt (= hat) er? > einen guten/ schlechten Ruf. (Thats a definite statement, isn't it?)
    "er hat einen Ruf" (without adjective or ".... als ....") :cross:
    "einen guten/ schlechten Ruf haben" are set phrases.

    But you can say
    "Er genießt den Ruf, ein großzügiger Mensch zu sein.
     
    Last edited:

    berndf

    Moderator
    German (Germany)
    Thats a definite statement, isn't it?
    Definiteness doesn't go together with "ein". The only interpretation that makes sense to me is this one: Among the, say, 45765457765 logically possible "Rufe" there may be, say, 15567765556 good ones and, say, 12754677897 bad ones. His "Ruf" is one of the good ones.

    That is also why we say
    (1) Er genießt einen guten Ruf.
    but
    (2) Er genießt den besten Ruf.

    (2) is definite (meaning there is only one "bester Ruf"), (1) is indefinite (meaning there are many "gute Rufe").
     
    Last edited:

    Hutschi

    Senior Member
    Er hat einen Ruf zu verlieren. Explicitely it is indefinit. Implicitely it is definite. It is a set phrase and cannot be explained by the parts alone.
    Einen means seinen, but it is amplified in the idiom.
     

    berndf

    Moderator
    German (Germany)
    It means "Er hat einen (bestimmten) Ruf zu verlieren."
    Zum Beispiel als Raufbold, als Genie oder als Krösus.
    That's what it does not mean unless you say it.

    And there is a difference between ein/sein, e.g.:
    Er hat einen Ruf als Spitzensportler zu verlieren.
    and
    Er hat seinen Ruf als Spitzensportler zu verlieren.

    These two sentences are not equivalent.
     

    Hutschi

    Senior Member
    I know. I never stated they are equivalent.
    One is a "normal" sentence, the other is a kind of set phrase.
    see also examples in einen Ruf zu verlieren haben - Englisch-Übersetzung – Linguee Wörterbuch

    Example: Die Bank hat einen Ruf zu verlieren.
    This is stronger than "Sie hat ihren Ruf zu verlieren."

    Edit:
    This set phrase argument does not hold with *Er genießt einen Ruf. (It is ungrammatically in our context and not a set phrase.)
    Here it is necessary to specify it. Er genießt einen guten Ruf.
     
    Last edited:

    JClaudeK

    Senior Member
    Français France, Deutsch (SW-Dtl.)
    The one is definite the other indefinite and that is exactly the difference between the two.
    Vom grammatischen Standpunkt aus hast du natürlich recht, aber ansonsten bleibe ich dabei:
    3. In the first sentence, the type of guten Ruf remains unspecified and therefore takes the indefinite article.
    In my opinion, "Ruf" is defined by "guten".
    Für mich gibt's nur einen guten Ruf, nicht "15567765556 gute Rufe"
     

    JClaudeK

    Senior Member
    Français France, Deutsch (SW-Dtl.)
    beide einen guten Ruf haben, aber nicht den gleichen und erst recht nicht denselben.
    Man hat einen guten (oder schlechten) Ruf, - egal auf welchem "Spezialgebiet" - oder man hat keinen Ruf (d.h. man ist ein - noch - 'unbeschriebenes Blatt' für die anderen).
     
    Last edited:

    berndf

    Moderator
    German (Germany)
    Man hat einen guten (oder schlechten) Ruf, - egal auf welchem "Spezialgebiet" - ...
    Genau: Man hat einen guten Ruf aber welchen genau wird nicht beschreiben, außer dass er eben ein guter ist. Genau das sagt der unbestimmte Artikel aus und darum heißt er auch "unbestimmt". Er steht für ein nicht weiter ausgezeichnetes Element einen Klasse.
     

    Hutschi

    Senior Member
    Ich denke, syntaktisch ist Bernds Argument korrekt, während es semantisch von JClaudeKs Argument überlagert wird. Syntaktisch ist ein Ruf unbestimmt.
    Ein guter Ruf ist bestimmt oder unbestimmt, durch guter ist er bestimmt, dagegen unbestimmt durch ein. Ein bestimmt hier die Klasse guter Ruf, nicht die Klasse Ruf. (Ergänzt, nach Bernds Eintrag.)
    Implizit ist es durch den Kontext bestimmt. Mit implizit bestimmt meine ich, es erhält mehr Inhalt und ist bestimmter, als aus rein syntaktischer Sicht.
    Ein Ruf ohne Zusatz ist ein besonderer und nicht irgendein Ruf. Es ist durch den Kontext stärker bestimmt als ein guter Ruf.

    Wenn wir die Beschränkung auf den Kontext aufheben, gibt es auch mehrere Rufe, die durch den Wald schallen.
    In unserem Kontext gibt es den Ruf nur im Singular. Er ist die Summe aller Eigenschaften, die ihn ausmachen.
     

    berndf

    Moderator
    German (Germany)
    In unserem Kontext gibt es den Ruf nur im Singular. Er ist die Summe aller Eigenschaften, die ihn ausmachen
    Und der ist hier genau nicht bestimmt. Es wird bei der Aussage von besonderen Eigenschaften abstrahiert und das wird durch den unbestimmten Artikel ausgedrückt. Der spezielle Ruf, den jemand zu verlieren hat wird nur von seiner Klasse her bestimmt, ein spezielles Objekt der Klasse wird aber nicht anderweitig ausgezeichnet. Und das und nur das bedeutet Bestimmtheit im grammatischen Sinne: als Element einer Klasse entweder dadurch ausgezeichnet, dass auf eine Indentifikation Bezug genommen wird, die außerhalb der NP steht oder dadurch, dass das referenzierte Element der Klasse durch Namen oder sonstige Referenz ausgezeichnet ist oder dadurch, dass ein Element einer Klasse mit der Klasse selbst identisch ist (=ein Abstraktum ist), das Element durch die Benennung der Klasse bereits benannt ist.
     
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